Kurzantwort: Wenn nur der Abfluss im Erdgeschoss oder Keller verstopft ist, liegt das Problem fast immer in der gemeinsamen Grundleitung oder am Kanalanschluss - nicht in der Wohnungsleitung. Das erfordert einen Fachbetrieb, keine Hausmittel.
Warum trifft es das Erdgeschoss zuerst?
Das Abwasser aus allen Stockwerken fließt durch vertikale Fallrohre in die gemeinsame Grundleitung im Keller oder Erdreich. Diese Grundleitung führt zum Kanalanschluss auf dem Grundstück. Bildet sich in der Grundleitung eine Verstopfung, staut das Wasser von unten nach oben - der tiefste Anschluss im Gebäude ist immer als erstes betroffen. Das ist in der Regel die Erdgeschosswohnung oder der Kellerablauf.
Rückstau: Ein häufiges Problem in Mehrparteienhäusern
In Mehrfamilienhäusern in Düsseldorf führt ein Rückstau aus der Kanalisation besonders schnell zu Schäden im Erdgeschoss. Beim Rückstau drückt das Abwasser aus dem öffentlichen Kanal zurück ins Gebäude - meist nach starken Regenfällen oder wenn der Kanal verstopft ist. Gesetzlich vorgeschrieben sind deshalb Rückstauverschlüsse für alle Abläufe unterhalb der Rückstauebene (meist Straßenoberkante).
Fehlt dieser Schutz, können Keller in Düsseldorf bei Starkregenereignissen volllaufen.
Anzeichen für eine Grundleitungsverstopfung
- Abflüsse in mehreren Wohnungen stocken gleichzeitig
- Im Keller oder Erdgeschoss tritt Wasser aus Abläufen aus
- Gluckergeräusche aus dem WC, obwohl niemand gespült hat
- Wasser läuft im WC hoch, wenn jemand im Obergeschoss duscht
Was Sie sofort tun können
- Wasserverbrauch einschränken: Stoppen Sie Waschmaschine, Spülmaschine und Dusche, bis die Ursache geklärt ist.
- Hausverwaltung oder Eigentümer informieren: Bei Mietwohnungen ist der Vermieter unverzüglich zu benachrichtigen.
- Keller kontrollieren: Stehendes Wasser im Keller ist ein Hinweis auf Rückstau oder einen Schaden in der Grundleitung.
- Notdienst rufen: Bei auslaufendem Wasser muss sofort ein Fachbetrieb ausrücken, da Wasserschäden sich schnell ausweiten.
Was der Fachbetrieb macht
Der Rohrreiniger führt zunächst eine Kamerabefahrung durch, um den genauen Ort der Verstopfung zu lokalisieren. Danach reinigt er die Grundleitung mit einem Hochdruckspüler. Je nach Befund kann eine anschließende Dichtigkeitsprüfung nötig sein, besonders wenn Rissbildung oder Einwurzelung vermutet wird.
Wer zahlt die Kosten?
Die Grundleitung ist Sache des Gebäudeeigentümers. Mieter müssen für Verstopfungen in der Grundleitung in der Regel nicht aufkommen, es sei denn, sie haben eindeutig durch Fehlverhalten (zum Beispiel Feuchttücher ins WC) die Verstopfung verursacht. Im Zweifelsfall klärt ein Kameraprotokoll die Verantwortung.
Fazit
Ein verstopfter Abfluss im Erdgeschoss in Düsseldorf ist fast immer ein Problem der gemeinsamen Grundleitung. Hausmittel helfen hier nicht - ein Fachbetrieb mit Kamera und Hochdruckspüler ist die richtige Lösung.